Testbericht - Reitbegleitleine


Jessica, Hund Bilbo und ihr Pferd Patch testeten für uns unseren Prototyp einer Reitbegleitleine.

 

 

Liebe Jeanette,

 

vielen Dank, dass wir deine Ausreitleine testen durften. Leider hat es sich nun ja doch sehr gezogen, vielen Dank für deine Geduld! Nachdem erst mein Pferd verletzt und vorerst nicht reitbar war und jemand in mein Auto fuhr, dachte ich schon „Na toll, die arme, was sie wohl nun denkt...“, aber zum Glück hattest du Verständnis. Dann ist die Wunde von Nevado wieder aufgerissen, dann habe ich beschlossen, nun muss doch ein anderes Pferd herhalten. Dann fand ich niemanden, der filmt. Ein wenig wie verhext.

 

Aber nun hat es ein Ende!

 

Im Folgenden möchte ich über die Vor- und Nachteile deiner Konstruktion berichten.
Als nach wirklich kurzer Lieferzeit dein Paket ankam habe ich es freudig geöffnet. Ich fand einen Brief (Konditionen und Bedingungen für einen Produkttester), einen kleinen gesunden Snack und deine in hochwertiger Optik erscheinende Leine.

 

Elegante Farben, ein sich hochwertig anfassendes Seil und die gute Verarbeitung: ein gelungenes Produkt. Die Idee, durch ein doppelt geführtes Seil eine Halsbandschlinge von oben nutzbar zu machen, um den Hund vom Pferd aus entspannt an- und ableinen zu können, gefällt mir nach wie vor sehr gut. Gerade für kurze Passagen mit einem gut erzogenen Hund-Pferd-Paar eine tolle Lösung. (Man sollte bloß jederzeit im Hinterkopf behalten, dass man es mit eigenständig denkenden Lebewesen zu tun hat und mit der notwendigen Vorsicht handeln.)

 

In der Handhabung traten dann erste Schwierigkeiten auf: Wo um Himmels Willen sind denn oben und unten? Wo muss ich was tun? Wo „kommt der Hund rein“? Und länger als ich hoch bin ist das gute Stück dann auch noch! (Muss es aber auch sein, da es ja vom Pferd aus bis zum Hund reichen muss, und diesem dann auch noch etwas Spielraum lassen muss.) Von einem Stuhl aus habe ich dann aber nach ein wenig probieren das System verstanden. Hund herbei gepfiffen, eine erste Anprobe. Halsband zu weit… Aber es stellte sich schnell heraus, dass man die Halsschlaufe stufenlos und ganz einfach selber anpassen kann. Alles was nötig war, war den Knoten ein wenig zu lösen, zu verschieben und wieder sorgfältig zuzuziehen. Perfekt!

 

Nun ein Wermutstropfen: Das gesamte Konstrukt ist durch die 2 stabilen Seile nicht leicht. Darüber hinaus fehlt in meinen Augen eine Führung des „Schlaufe-öffnenden“ Seils entlang der eigentlichen Leine. Schon bei der Trockenübung war es nicht unkompliziert, beide Seile immer in der richtigen Länge zu halten und entsprechend des Gedankens dahinter zu nutzen.

 

Nachdem ich meine persönlichen Chaos-Monate dann hinter mir lassen konnte, folgte endlich der Test am Pferd! Dafür borgte ich mir ein nettes Stütchen. Madame hat zwar nicht viel mit Hunden am Hut und legt auch nicht zuuuu viel Wert auf deren Gesellschaft, aber zumindest ertrug sie nervenstark meine Versuche und den aufgeregten Hund 😊

 

Allerdings bewahrheiteten sich meine Vermutungen während des Praxistests. Die Leine ist recht unhandlich und, bei einem Pferd mit 1,50 m Stockmaß, recht lang. Fasse ich sie mittig, hängt sie beidseitig fast bis auf den Boden. In Schlaufen füllt sie die Hände nahezu vollständig aus. Die beiden einzelnen Seile ohne eine verbindende Führung sind schwierig zu händeln, da man außer der Leine auch noch die Zügel halten und gegebenenfalls das Pferd parieren muss. Lässt man eins los, muss man es danach wieder suchen und auseinanderhalten.

 

Die Idee hinter dem Ganzen ist aber wirklich super! Die Länge der Leine kann man individuell wählen (denke ich?), bei meinem 1,60 m Pferdchen hätte es vermutlich schon anders ausgesehen. Eine gemeinsame Führung der beiden Seile lässt sich bestimmt ohne großen Aufwand realisieren (evtl. durch ein paar Ringe?). Dann noch etwas dünnere Seile, um die Handlichkeit zu erhöhen und das Gewicht zu verringern. Et Voila! Die perfekte Ausreitleine für Leute, die nicht für jede Kleinigkeit vom Pferd steigen möchten! 😊

Diese Wünsche werden sich natürlich sehr leicht

realisieren lassen. Dünnere Seile sind kein Problem und auch die

Länge kann individuell auf eure Bedürfnisse angepasst werden.

 

Das einzige was dann noch fehlt, ist eine zündende Idee für die Aufbewahrung unterwegs. Aufgrund des Volumens kann man sie nicht einfach in die Jackentasche stecken oder umhängen. Da wäre evtl. eine Bauchtasche ein Lösungsansatz.

 

Ich freue mich wirklich sehr, dass Bilbo, Patch und ich deine Idee ausprobieren durften. Bitte lass dich nicht entmutigen durch die genannten Punkte, ich bin sicher es gibt für alles eine Lösung und die Idee dahinter ist super!

 

Ganz liebe Grüße aus Hessen senden

 

Patch, Bilbo und Jessica

 


Mit freundlicher Genehmigung der Testerin darf ich euch ebenfalls noch 2 Videos zeigen die sie gemacht hat. Einmal wird das Anleinen gezeigt und einmal das Ableinen des Hundes.

Danke dafür!

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